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mignon / Video: Torsten Bruch (2011)

moving
preparation​s

Für einen Flügel (1999)

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Die Serie umfaßt Stücke mit Präparationen, die im Laufe des Spielens ihren Ort im Klavier verändern. Der Musiker hat die Aufgabe, den Bewegungen der Präparation im Klavier zu folgen. Der Verlauf der Stücke enthält improvisatorische Elemente, die sich durch die Vorgaben der Präparationen bedingen.

1. two to do

Mit Hilfe von zwei Hackbrettschlegeln, die zwischen die Saiten a und d1 geklemmt werden, wird das Klavier präpariert. Der Kopf des Schlegels liegt auf dem jeweiligen Dämpfer. Diese zwei Töne werden abwechselnd und ausschließlich gespielt. Die Bewegung der Saiten veranlaßt die Schlegel, ihre Ausgangsposition und somit den klanglichen Ablauf zu verändern.

2. mignon

Drei Glasmurmeln (oder Tischtennisbälle) die auf den Klaviersaiten liegen, beginnen zu springen, wenn die jeweils darunterliegende Taste angeschlagen wird. Es sollen jeweils die Saiten angeschlagen werden, die sich unter den Kugeln befinden. Durch das Aufschlagen der Murmeln auf den Saiten werden zusätzlich Klänge und Rhythmen erzeugt. (siehe Video)

3. plumeau

Eine Federbettdecke wird auf die tiefen Register des Klaviers gelegt. Durch den starken bis heftiger Anschlag werden die Saiten von ihrer Dämpfung befreit und erklingen freischwingend.

4. slide

Ein Trinkglas wird mit seinem Kopfseite am rechten Rand des mittleren Register, auf die Klaviersaiten gestellt. Spielt der Musiker die darunterliegenden Töne, beginnt das Glas sich durch die Vibration beim anschlagen der Klaviersaiten, langsam von seiner Ausgangsposition bis zur linken Verstrebung des Flügels selbst zu bewegen. Chromatisch folgt der Musiker kontinuierlich der Geschwindigkeit des Glasses. Die gespielte Abfolge des Tonmaterials wird dabei variiert um das Glas in Bewegung zu halten. siehe CD: Musik in Deutschland

Siehe auch