schleifen – für Streichquartett

 

schleifen – für Streichquartett, in 3 Sätzen (2008)
Gesamtlänge: 18 min

Im Stück  »schleifen« geht es um Cluster mit minimalen dynamischen Bewegungen, die den Klangkörper »Streichquartett« abtasten.

Im ersten Satz spielt das Ensemble alle Töne (im Kanon), die innerhalb der Schnittmenge des Tonumfangs der vier Streicher liegt. Die Intervalle sind vertikal wie horizontal in Quarten strukturiert. So entsteht eine poröse, brüchige Klangfläche, die nah am Geräusch langsam fortschreitet, leicht im Tempo schwankt und durch kurze Pausen unterbrochen wird.

Im zweiten Satz schleifen die Bögen der Musiker über die Holzkanten ihrer Instrumente, gleiten über den Steg zu den gegenüber liegenden Kanten und wieder zurück. (siehe Zeichnung). Zu hören ist ein tiefes, komplexes, undefinierbares Rauschen.

Im dritten Satz wiederum setzt sich die spröde Klangfläche des ersten Satzes fort, wobei der Unterschied des Tonumfangs (der sich jenseits der Schnittmenge bewegt) im Zusammenspiel mit dem sehr viel schnelleren Metrum im Mittelpunkt steht.


Gespielt durch das Ensemble Sonar: Lisa Lammel (1. Geige), NN (2. Geige), Simon Nussbruch (Viola) und Benjamin Sprick (Cello)

Uraufführung: 14. April 2008 zur Presseveranstaltung der Mark Rothko
Ausstellung der Hamburger Kunsthalle durch den Sponsor
E.ON Hanse Energie AG.

Ton:  Volker Zeigermann (Ausschnitte)