music for ears

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music for ears / Musik für zwei Ohren
Handlungsanweisung (2012/2014)

Die Ohrmuscheln des Menschen stellen ein akustisches Filtersystem dar. Je nachdem, aus welcher Richtung der Schall auf das Ohr trifft, werden unterschiedliche Klangfarben erzeugt. Die Ohren dienen damit auch der Orientierung im Raum, etwa um Schallquellen zu lokalisieren. Werden die Ohren zugehalten, wird die Ortung des Schalls verändert und der eigene Körperklang (wie Herzschlag und Atem) deutlicher wahrgenommen.

Diese körperlichen Voraussetzungen in Verbindung mit ausgesuchten Orten bilden die Grundlage für Schieleins music for ears, die, einem in der Moderne erweiterten Musikbegriff folgend, aus Handlungsanweisungen an den Rezipienten besteht. So werden die Besucher aufgefordert, ihre Ohrmuscheln mit den Händen zu schliessen oder zu bewegen als wären diese Instrumente, die die Umgebungsgeräusche formen und gestalten. Die Zuhörer sind zugleich ihre eigenen Musiker und das Gehörte wird zu einer höchst persönlichen, individuellen Erfahrung, die eine veränderte Wahrnehmung der Umgebung zur Folge hat.

Diese Arbeit gibt es als einzelnen Print an der Wand (1,20 m x 50 cm), DIN A4 Handzettel und in Form einer Serie von vier unterschiedlichen DIN A1 Tablots (Siebdruck auf Kunststoffplatten) .

Ausgestellt: Sound Dept Ltd FRISE Künstlerhaus Hamburg (2012), Arbonale – Klangskulpturen Ausstellung Schweiz (2014) und im Einstellungsraum Hamburg (2015), Kunstverein Bochum „KEMNADE KLINGT!“ (2015)

Fotos: Torsten Bruch / Dodo Schielein
Text: Reinhard Buskies

 

 

English version:

Music for ears – procedure instructions (2012/2014)
Print on the wall

In »Music for two ears« different instructions of opening and closing the ears create a composition together with the outside noise. The »music« is only audible through your own action and thus a personal experience.