LudwigsLust – Musikfest in Hamburg

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LudwigsLust
Musikfest in Hamburg (1998 – 2001)

Dokumentation der Festivalreihe
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LudwigsLust  ist ein Festival zeitgenössischer Musik, das jährlich in Hamburg stattfindet. Die Veranstaltungen dauern jeweils drei bis vier Tage mit je zwei oder drei Konzerten.

Die Organisatoren dieser Reihe, Klemens Kaatz, Christian Ribas und Dodo Schielein, sind selbst Komponisten bzw. Musiker. Sie sehen die Programmgestaltung als Teil ihrer künstlerischen Arbeit.

Auf eine bestimmte Musikrichtung konzentriert sind die LudwigsLust Musikfeste nicht, sie sind genre­übergreifend. Es soll die Möglichkeit entstehen, das, was an einem Stück Musik neu und frisch ist, zu hören, ohne zu versuchen, es irgendwelchen Kategorien zuzuordnen. Daher werden Künstler eingeladen, die aus verschiedenen Bereichen  kommen, z.B. Rock, Neue Musik, improvisierte Musik, Klangkunst usw. Ihnen gemeinsam ist die Tendenz, sich über übliche Stilgrenzen hinweg zu bewegen. Das Ergebnis sind Abende außergewöhnlicher Musik mit teilweise schroffen Gegensätzen, aber auch überraschenden Querverbindungen. Aus diesen Konfrontationen weit abseits aller eingetretenen Pfade beziehen die Veranstaltungen eine besondere Spannung. Ein Anspruch von LudwigsLust ist es, über den Hamburger Horizont hinauszublicken. Es treten ”Geheimtips”, aber auch Künstler internationaler Bedeutung auf, Musiker aus ganz Deutschland und dem Ausland. Bisher waren Künstler aus Berlin, Bremen, Hamburg und
München sowie aus England, Frankreich, Kanada, den Niederlanden, Russland, der Schweiz und den USA zu Gast.

Die Veranstaltungsräume wechseln. Gemeinsam ist ihnen, daß sie nicht durch Assoziationen mit einem festgelegten Musikstil die nötige Offenheit einschränken. Es handelt sich um alte Gewerberäume, die größtenteils sonst nicht für Musikveranstaltungen genutzt werden.

Die Integration einer Bar ist dabei für die lustvolle Komponente wichtig. Sie soll vermeiden helfen, daß, wie häufig bei zeitgenössischen Konzerten,  die Atmosphäre den Spaß an der Musik zu erdrücken droht. Statt dessen wird durch die Bar die Möglichkeit für Künstler und Publikum geschaffen, ungezwungen miteinander ins Gespräch zu kommen.

© Fotos: Anja Hertenberger